Was ist ein Denkmal?

Als Denkmal im ursprünglichen Sinn wird ein Monument, eine größere plastische Darstellung oder ein sonstiges Objekt bezeichnet, dass zur Erinnerung an eine Person oder an ein Ereignis geschaffen wurde. Im heutigen Sprachgebrauch zählen auch Bauwerke und natürlich auch Objekte mit besonderer Bedeutung zu den Denkmälern. Der Denkmalschutz und das Weltkulturerbe beziehen sich sogar vorwiegend auf diese letzere Art.

Ein Kulturdenkmal ist ein Zeugnis menschlicher Geschichte und Entwicklung, an dessen Erhaltung ein öffentliches Interesse besteht. Das heißt, es handelt sich in jedem Fall um ein historisches Objekt unterschiedlichsten Alters. Im Sächsischen Denkmalschutzgesetz (SächsDSchG) ist der Begriff folgendermaßen definiert:

Kulturdenkmale sind "von Menschen geschaffene Sachen, Sachgesamtheiten, Teile und Spuren von Sachen, einschließlich ihrer natürlichen Grundlagen, deren Erhaltung wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen, städtebaulichen oder landschaftsgestaltenden Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt." (§ 2)

Bei den Kulturdenkmalen werden zwei Arten unterschieden: Bau-, Kunst- und technische Denkmale (z. B. Kirchen, Park-, Industrie- und Gartenanlagen) sowie archäologische Denkmale (z. B. Siedlungs- und Befestigungsanlagen, Grabanlagen).

 

Wie werden Denkmäler festgelegt?

Bei der Beurteilung, ob es sich um ein Denkmal handelt, haben die Behörden zunächst zu prüfen, ob eine Denkmalfähigkeit und Denkmalwürdigkeit des Objektes vorliegt. Denkmalfähigkeit bedeutet, dass das Objekt mindestens eine geschichtliche, künstlerische, wissenschaftliche, städtebauliche oder landschaftsgestaltende Bedeutung haben muss. Die Denkmalwürdigkeit ist gegeben, wenn ein öffentliches Erhaltungsinteresse vorliegt.

Erfüllt eine Sache die Merkmale des Denkmalbegriffes steht es Kraft Gesetz unter Denkmalschutz. Zur Erfüllung der Denkmaleigenschaft bedarf es keiner förmlichen Festlegung, auch nicht der Aufnahme in eine Kulturdenkmalliste (§ 10 SächsDSchG). Die Denkmalschutzbehörde hat jedoch auf Antrag des Eigentümers die Eigenschaft als Kulturdenkmal festzustellen, was kostenpflichtig ist. Gegen den Bescheid ist Widerspruch bzw. Klage vor einem Verwaltungsgericht zulässig.

 

Was ist Denkmalschutz?

Denkmalschutz dient dem Schutz von Kulturdenkmalen. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass Kulturdenkmale dauerhaft erhalten und nicht verfälscht, beschädigt, beeinträchtigt oder zerstört werden und Kulturgüter dauerhaft gesichert werden - Denkmalschutz ist Kulturgutschutz.

Um dieser Zielstellung gerecht zu werden, gibt es die Eintragung in das Denkmalverzeichnis und den damit verbundenen Erlaubnisvorbehalt durch die Denkmalbehörde bei geplanten Arbeiten am Denkmal. Dabei erstreckt sich der Schutz bei Baudenkmalen nicht nur auf die Fassade, sondern schützt das Gebäude in allen Bestandteilen. Für eine sorgfältige Instandsetzung oder Modernisierung des Denkmals sind unbedingt ein auf dem Gebiet der Denkmalpflege erfahrener Architekt und/oder - je nach Art und Umfang der Arbeiten - besonders qualifizierte Handwerker notwendig.