Untersontheim/Ummenhofen. Städtebauliche Entwicklung eines wichtigen Wohnstandortes

In der Gemeinde Obersontheim hat die Sanierung seit 1988 einen gewichtigen Stellenwert. Nach der städtebaulichen Entwicklung im Zentralort Obersontheim mit den Sanierungsverfahren "Ortskern I" und "II" sowie der direkt darauf folgende städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme "Mittelfischach" konnte im zweiten Anlauf für den Teilortsbereich Untersontheim/Ummenhofen im Jahre 2013 die Bewilligung für die Aufnahme in das Landessanierungsprogramm erreicht werden.

Auch dieses vierte Sanierungsgebiet wird von der STEG als Sanierungsträger für die Gemeinde Obersontheim begleitet.

Auf einen Blick

Landkreis Schwäbisch Hall
Einwohner rd. 4.700
Sanierungsgebiet
"Untersontheim/Ummenhofen"
Zeitraum 2013 bis 2021

Ziele:

  • Sicherung und Aufwertung des Wohnungsbestandes durch bauliche Erneuerungsmaßnahmen

  • Stärkung der kommunalen Individualität und Identität durch Schaffung von Platzsituationen

  • Entschärfung gefährlicher verkehrlicher Situationen

  • Erhaltung der bäuerlich geprägten Bebauung soweit möglich und Reaktivierung leerstehender Gebäude mit neuen Nutzungen

Das haben wir erreicht

In der bisherigen recht kurzen Laufzeit der Sanierungsmaßnahme konnten zahlreiche private Erneuerungsmaßnahmen durch Städtebaufördermittel unterstützt werden. Darunter fallen z.B. ortstypische alte, unter Denkmalschutz stehende Bauernhäuser im Bereich der Roßhofstraße sowie der oberen Stegwiesenstraße. Daneben konnte durch Grunderwerb und Abbruch im Bereich des Ortseinganges von Obersontheim kommend eine leerstehende Hofstelle abgebrochen werden. In der weiteren baulichen Tätigkeit wird der Einmündungs- und Kreuzungsbereich neu geordnet und eine bestehende Schulbushaltestelle durch Verlegung verkehrstechnisch entschärft.

Außerdem ist gerade eine Erschließungsmaßnahme im Bereich "Hagenrein" abgeschlossen worden, die nächste öffentliche Erschließungsmaßnahme im Bereich "Roßhofstraße" wird vorbereitet.

Gut zu wissen

Sanierungsfördermitteleinsatz nicht nur aus baulicher Notwendigkeit:

Der Ursprungsgedanke des Einsatzes der Sanierungsfördermittel war in der baustrukturellen Erhaltung der Innenstädte zu sehen. Dies ist auch heute noch so. Die Unterstützung der Verbesserung der Bausubstanz insbesondere für Privateigentümer sollte Ortszentren "neuen Glanz verleihen".

Jedoch muss mittlerweile über den Tellerrand hinausgeschaut werden:

Der Fördermitteleinsatz muss auch die Zielsetzung berücksichtigen, dass man die Bevölkerung im Ortskern hält, nicht alle auf der grünen Wiese bauen und die Ortskerne veröden. Daneben ist es erklärtes Sanierungsziel insbesondere junge Familien mit Kindern in die Ortskerne zu bringen.

Insbesondere in ländlich geprägten Sanierungsgebieten haben wir die strukturelle Aufgabe Lösungsmöglichkeiten für eine immer größere werdende Anzahl von leerstehenden Gebäuden -insbesondere landwirtschaftliche Nebengebäude- aufzuzeigen und zu realisieren. Dies ist auch in Untersontheim/Ummenhofen nicht anders. Es muss versucht werden den Spagat zwischen baulicher Sanierung und Erhaltung der Ortskerne wie auch einer Wiedernutzung leerstehender Nebengebäude zu erreichen.

Kontaktpersonen    

die STEG Stadtentwicklung GmbH
Ralph Jaeschke, Projektleiter
ralph.jaeschke@steg.de
Tel. 07131/9640-13

Gemeinde Obersontheim
Herr Jonathan Richter
Jonathan.richter@obersontheim.de
Tel. 07973 / 69621

Gefördert durch das Land Baden-Württemberg und die Gemeinde Obersontheim.